Der Arbeitskreis Migration heißt Leitende Ärzt*innen sowie Expert*innen und Interessierte unterschiedlicher Funktionsbereiche aus den psychiatrischen Fachkrankenhäusern in Deutschland herzlich willkommen.
Der Arbeitskreis
Der Arbeitskreis Migration berät und unterstützt Kolleg*innen bei der Einführung etablierter Maßnahmen zum Aufbau und Ausbau eines kultursensiblen Behandlungsangebots und fördert gleichsam einen innovativen Austausch auf diesem Gebiet. Ziel ist Kooperationen in Forschung und Praxis voranzubringen.
Darüber hinaus berät der Arbeitskreis den Vorstand der BDK zu Themen im Kontext von Migration, Flucht und Interkulturalität und betreibt aktive Vernetzungsarbeit mit weiteren Institutionen und Gremien, u. a.:
• Referat Interkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie, Migration der DGPPN
• Section Cultural Psychiatry der European Psychiatric Association (EPA)
• Section Transcultural Psychiatry der World Psychiatric Association (WPA)
• World Association of Cultural Psychiatry (WACP)
• Network Transcultural Suicidology des Karolinska Institute
• Aktion Psychisch Kranke (APK)
• Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF)
• Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
• Arbeitskreis der ChefärzteInnen der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern in Deutschland (Ackpa)
Anfragen aus der Politik oder Fachöffentlichkeit werden vom Arbeitskreis gerne entgegengenommen und bearbeitet, aktuelle (gesundheits-)politische Entwicklungen von Relevanz für den Arbeitskreis aufgegriffen und diskutiert.
Ziele und Maßnahmen
Die Gewährleistung einer adäquaten, bedürfnisgerechten Versorgung von Personen mit Migrations- und Fluchtgeschichte bringt eine Reihe von Herausforderungen für das psychiatrisch-psychotherapeutische Gesundheitssystem mit sich, welche im Arbeitskreis aufgegriffen werden. Häufig wird in diesem Zusammenhang von „Interkultureller Öffnung“ gesprochen – ein Prozess, an dessen Ende eine gleichberechtigte und gleichwertige Versorgung von Menschen unterschiedlicher Herkunft stehen soll. Zur Annäherung an diesen Zielzustand gehören mehrere Ebenen berücksichtigt und thematisiert: Während sich kultursensibles Handeln von Einzelpersonen z. B. durch Mitarbeitendenschulungen adressieren lässt, bedarf es gleichermaßen einer organisationalen Grundhaltung und entsprechender Rahmenbedingungen, die Kultursensibilität ermöglichen.
Exemplarische Maßnahmen, die in diesem Kontext entwickelt und vom Arbeitskreis gefördert werden:
• Implementierung von Integrations- bzw. Migrationsbeauftragten
• Einrichtung von Spezialambulanzen
• Etablierung von Mitarbeitenden- und Dolmetschschulungen in Kliniken
• Konzeptuelle Weiterentwicklung kultureller Kompetenzförderung
• Etablierung von Aus-/Fort-/Weiterbildungsmodulen im Kontext von Kultur- und Diskriminierungssensibilität
Gerne berät Sie der Arbeitskreis Migration zu Fragen rund um das Thema der Interkulturellen Öffnung. Wenden Sie sich dazu gerne direkt an unsere Ansprechpersonen.
Der Arbeitskreis trifft sich 2-3 mal jährlich auf der Früh- und Herbstjahrestagung der BDK sowie i. d. R. im Rahmen des DGPPN Kongresses.

