Stellungnahme des BDK-Vorstandes zur Vergütungssituation von Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung (PPiA) während der praktischen Tätigkeit

Die BDK hat sich wiederholt während ihrer Mitgliederversammlung und in mehreren Vorstandsitzungen mit der Thematik der Vergütung von PPIAs während der praktischen Tätigkeit auseinandergesetzt. Die BDK erkennt, dass die Vergütung in Deutschland uneinheitlich und dadurch unbefriedigend geregelt ist.

Verständlicherweise hat dies zu Protesten seitens der PPIAs geführt. Aktuell hat sich durch die Rechtsprechung des Landesarbeitsgerichtes NRW und des Arbeitsgerichts Hamburg die Diskussion in den betroffenen Fachkreisen intensiviert.

Aus Sicht der BDK lässt sich eine Lösung des Problems nur über eine grundsätzliche Reform der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten in Deutschland erreichen. So könnte die praktische Ausbildung entweder in entsprechende Masterstudiengänge integriert werden, oder in einem selbständigen Studium (Direktausbildung) ähnlich wie in der Medizin mit einem Praktischen Jahr verknüpft werden. Dieses Praktische Jahr würde ebenfalls zum Studium gehören und regelhaft eine BAFÖG-Förderung zulassen. Grundsätzlich befürwortet die BDK Modelle, die auf eine Angleichung der Ausbildungs-bzw. Studiensituation von Medizinern und Psychologen hinauslaufen. Detailfragen über die Dauer der praktischen Tätigkeit bleiben davon unberührt. Die BDK ist aber davon überzeugt, dass eine Verkürzung der praktischen Tätigkeit nicht zielführend ist, um den Ausbildungskandidaten mehr Gelegenheit zu einer fundierten Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Umgang mit schwer psychisch kranken Patienten zu geben.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Thomas Pollmächer   Prof. Dr. Martin Driessen

Download: stn-bdk-2013-08-08-ppia.pdf (83.35 KB) x

Copyright © 2017 Bundesdirektorenkonferenz (BDK). Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com