Aktuelles

Initiative der Verbände zum neuen Entgeltsystem

Die unterzeichnenden Verbände sind in ernster Sorge, dass die Qualität des Versorgungssystems für Menschen mit psychischen Erkrankungen durch den im PsychEntG gesetzten ordnungspolitischen Rahmen und den vom Bundesministerium für Gesundheit per Ersatzvornahme in Kraft gesetzte PEPP-Entgeltkatalog stark gefährdet ist.

Die Verbände begrüßen und unterstützen das Bemühen des Gesetzgebers die Grundlagen der Abrechnung von psychiatrischer, kinder-und jugendpsychiatrischer und psychosomatischer Behandlung zu modernisieren. Der mittels Ersatzvornahme durch den Bundesminister für Gesundheit in Kraft gesetzte PEPP-Katalog zeigt leider jedoch so ausgeprägte systematische Mängel, dass mit einer Reifung durch Anwendung und schrittweise Anpassung im Sinne eines lernenden Systems nicht gerechnet werden kann. Hingegen bedarf es fundamentaler Anpassungen der Kalkulationssystematik.

Die meisten von Ihnen wissen bereits, dass aktuelle Entwicklungen in der forensischen Psychiatrie zu Überlegungen im Bundesministerium der Justiz geführt haben, die strafrechtlichen Grundlagen des Maßregelvollzugs zu reformieren. Die Bundesministerin hat hierzu ein Eckpunktepapier veröffentlicht (siehe 2013-08-19-eckpunktepapier-bmg-2013-08-09.pdf (1.16 MB)) und die BDK um Stellungnahme hierzu gebeten.

Am 12. Juni hat bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) ein Diskussionsforum zum Thema Neues Entgeltsystem stattgefunden. Zur Vorbereitung haben nahezu alle relevanten Verbände und der redaktionellen Führung von ACKPA und BDK (Deister/Pollmächer) ein kurzes Positionspapier konsentiert, welches Sie im folgenden weiter unten finden.

Es ist erfreulich und bemerkenswert, dass gemeinsam ein Abrücken vom Diagnose- und Fallbezug der Entgelte zugunsten aufwandsbezogener, auf Tagesbasis kalkulierter Entgelte gefordert wird. Wie die Diskussion in der DKG zeigte, stößt dieses Konzept dort aber nach wie vor nur teilweise auf offene Ohren und man hängt weiterhin sehr am vom DRG System gewohnten Diagnose- und Fallbezug. Aber ... steter Tropfen höhlt den Stein, insbesondere, wenn alle Tropfen auf die gleiche Stelle fallen.

Thomas Pollmächer

Stellungnahme des BDK-Vorstandes zur Vergütungssituation von Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung (PPiA) während der praktischen Tätigkeit

Die BDK hat sich wiederholt während ihrer Mitgliederversammlung und in mehreren Vorstandsitzungen mit der Thematik der Vergütung von PPIAs während der praktischen Tätigkeit auseinandergesetzt. Die BDK erkennt, dass die Vergütung in Deutschland uneinheitlich und dadurch unbefriedigend geregelt ist.

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