PLEASE SAVE THE DATE !

Vorankündigung: 3. Nationales Forum für Entgeltsysteme in Psychiatrie und Psychosomatik

  • Das PsychVVG – die endgültige Lösung ?
  • Budget versus Preissystem – alles wird gut ?
  • Empirische Kalkulation und normative Personalbemessung – geht das zusammen ?
  • Bundesweiter Krankenhausvergleich – wie und wozu ?
  • Personalmindestvorgaben – wie entstehen sie und wie werden sie finanziert ?
  • Hometreatment als Aufgabe des Krankenhauses –
    Definition durch die Fachgesellschaften ?
  • Optieren 2017 – lohnt(e) das ?

Diese und weitere aktuelle und relevante Fragen diskutieren wir gerne mit Ihnen, Vertretern anderer Verbände, den Selbstverwaltungspartnern und der Politik am 26. und 27. Juni 2017 im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin

Gestern fand ja eine Anhörung zu Anträgen der Grünen und der Linken zur Modifikation des Entgeltsystems im Gesundheitsausschuss des Bundestages statt. Finden Sie anbei die schriftliche Stellungnahme, die ich dort vor meiner Anhörung als Sachverständiger eingereicht habe.

Die Ausgangslage für die Anhörung war insofern ungewöhnlich, als die Bundesregierung, die ja noch bis vor etwa 10 Tagen offiziell keinen Änderungsbedarf sah, schon am Dienstag, also vor der Anhörung, selbst einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der vorsieht, dass der gesamte Entwicklungsprozess (Optionsphase, budgetneutrale Phase und Außerkraftsetzung der PsychPV) um 2 Jahre prolongiert wird. Zusätzlich ist geplant, 2015 und 2016 die Optierung mit erheblichen ökonomischen Anreizen zu versehen.

Vergangene Woche haben wir über eine Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer zum Entgeltsystem und zur Petition von Pandora e.V. informiert.
Zusammen mit einer Reihe relevanter Fachgesellschaften und -verbände haben wir einen offen Brief an die BPtK verfasst, der hoffentlich einiges richtig stellen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Thomas Pollmächer
BDK Vorsitzender

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Seit langem setzt sich die Bundesdirektorenkonferenz zusammen mit anderen Fachgesellschaften und Verbänden dafür ein, dass das derzeit in Erprobung befindliche Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser vor seiner endgültigen Einführung grundlegend verbessert und überarbeitet wird, weil sowohl der ordnungspolitische Rahmen als auch der aktuelle PEPP Entgeltkatalog schwer Kranke benachteiligen, sinnlose Drehtüreffekte erzeugen und die regionale Pflichtversorgung gefährden werden.

Im Koalitionsvertrag ist eine grundlegende Überarbeitung des Systems vereinbart, allerdings in schwer greifbaren Formulierungen.

Initiative der Verbände zum neuen Entgeltsystem

Die unterzeichnenden Verbände sind in ernster Sorge, dass die Qualität des Versorgungssystems für Menschen mit psychischen Erkrankungen durch den im PsychEntG gesetzten ordnungspolitischen Rahmen und den vom Bundesministerium für Gesundheit per Ersatzvornahme in Kraft gesetzte PEPP-Entgeltkatalog stark gefährdet ist.

Die Verbände begrüßen und unterstützen das Bemühen des Gesetzgebers die Grundlagen der Abrechnung von psychiatrischer, kinder-und jugendpsychiatrischer und psychosomatischer Behandlung zu modernisieren. Der mittels Ersatzvornahme durch den Bundesminister für Gesundheit in Kraft gesetzte PEPP-Katalog zeigt leider jedoch so ausgeprägte systematische Mängel, dass mit einer Reifung durch Anwendung und schrittweise Anpassung im Sinne eines lernenden Systems nicht gerechnet werden kann. Hingegen bedarf es fundamentaler Anpassungen der Kalkulationssystematik.

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